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Gymnasium Bethel

Atomphysikpraktikum an der Uni

Profil Naturwissenschaften

Am 09. März absolvierten wir, der Physik-LK der Q2, mit unserer Kurslehrerin Frau Wolff ein eintägiges Physik-Praktikum an der Universität Bielefeld. Hier hatten wir die Möglichkeit spektakuläre Versuche aus der Atomphysik durchzuführen, die wir in der Schule nicht realisieren können, weil die Materialien nicht alle vorhanden sind. An der Uni haben wir wie Studenten in einem Praktikum gearbeitet: In den vorhergehenden Unterrichtsstunden hatten wir uns mit der Durchführung der Experimente auseinandergesetzt und den Ablauf schon einmal durchgesprochen, um vor Ort gleich loslegen zu können. In der Uni wurden uns dann Materialien bereitgestellt, mit denen wir Versuche zum Thema Licht durchgeführt haben.
Motiviert wollten wir vor Ort direkt starten. Doch bevor wir anfangen durften, wurden wir erst ausführlich über die Funktion des Notschalters informiert. Nach dieser Einführung konnten wir dann aber wirklich mit den Versuchen beginnen.
So haben wir verschiedene uns unbekannte Gase zum Leuchten angeregt und das ausgesandte Licht genauer untersucht: Wir haben die Wellenlänge des Lichtes bestimmt und anschließend die Gase an ihren Lichtspektren identifiziert.

Das Foto zeigt eine Röhre, die mit Wasserstoffgas gefüllt ist und rötlich leuchtet (s. Mitte des Fotos). Blickt man aber durch ein Gitter, das 570 Öffnungen pro Millimeter hat, sieht man zum rötlichen Licht in der Mitte noch weitere farbige Linien. Das rötliche Licht des Wassserstoffgases setzt sich also aus Licht mit verschiedenen Farben wie Blau, Türkis und Rot zusammen.
Außerdem haben wir herausgefunden, warum Leuchtstoffröhren eine weiße Beschichtung besitzen. Sehr faszinierend war auch der Versuch zur Fluoreszenz. Hierbei haben wir unter anderem Steine und Pulver in Reagenzgläsern mit einer UV-Lampe zum Leuchten gebracht (s. Foto).

Auf einem vorläufigen Papierführerschein haben wir ein lustiges Lichtmuster aus vielen Fahrzeugen entdeckt. In einem weiteren Experiment stand die Entdeckung des Elektrons im Vordergrund und wir hatten die Gelegenheit eine Nebelkammer, mit der man radioaktive Strahlung beobachten kann, sowie einen Röntgenapparat in Betrieb zu sehen. Durch die vielen Experimente war der Tag ein abwechslungs- und lehrreiches Erlebnis, welches man allen Physikkursen weiterempfehlen kann. Wir haben uns einen Tag wie Physikstudenten gefühlt.
Text: Timo Sahlfrank, Q2
Fotos: Aaron Wecker und Julian Straßburger, Q2