8r: Das große Treffen

An den Friedrich-von-Bodelschwingh-Schulen begegnen sich alle fünf Jahre viele Ehemalige

NW 30.04.2010

Einige Leute nehmen den weiten Weg aus Schweden oder Dänemark auf sich, andere müssen nur ein paar Häuser weiter gehen, um zum Ehemaligentreffen der Friedrich-von-Bodel­schwingh-Schulen zu kommen, das alle fünf Jahre stattfindet. Das hat die Klasse 8r im Rahmen des NW-Zeitungsprojekts Klasse recherchiert.

Was die Altschüler motiviert, am 10. Juli zu ihrer alten Schule zurückzukehren, ähnelt sich jedoch. „Ich hoffe auf interessante Gespräche mit Schulkameraden und darauf, mit einigen nachhaltige Kontakte zu knüpfen”, sagt Almut Peters, die 1981 das Abitur und 1982 den Erzieherabschluss gemacht hat, mit schwedischem Akzent.

Was erwartet die Ehemaligen? Los geht's ab 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen, um 16 Uhr folgt die offizielle Begrüßung mit musikalischer Unterstützung der Big Band von Schule und Ehemaligen. Abends wird es ein von den Eltern der jetzigen Schüler gespendetes Büfett geben. Und am Sonntag findet um 11.30 Uhr im Assapheum ein Konzert von Orchester und Chor statt, in dem aktuelle und ehemalige Schülerinnen und Schüler gemeinsam auftreten.

„Es war eine sehr anstrengende, aber schöne Zeit, auf die ich gerne zurückblicke”, sagt Jan Wöhning, der vor zwei Jahren an der Realschule die mittlere Reife erlangt hat. Gemischte Gefühle kehren auch bei Perdita Christiane Seifert wieder, die bis 1968 zur Sareptaschule ging, wenn sie an ihre Schulzeit zurückdenkt. So war sie überhaupt nicht damit einverstanden, als ihre Eltern mit ihr von Celle nach Bielefeld zogen. Und schmunzelnd erzählt sie, dass es an der Sareptaschule als reinem Mädchengymnasium schon Ärger gab, wenn ihr Bruder sie nur abholte. Trotzdem, so betont sie, habe sie sich dort sehr, sehr wohl gefühlt.

Bestens beurteilen kann Alexander Kehle, der seit 30 Jahren an seiner alten „Penne” in Bethel unterrichtet, was sich seit seiner Schülerzeit gewandelt hat. Zum einen hätten sich die Unterrichtsbedingungen allein durch die Neubauten positiv verändert. Zum anderen sei das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern heute viel offener. Wie selbstverständlich die jetzige Generation auf ihre Lehrer zuginge, zeigten die Schülertrauben, die finden Pausen vorm Lehrerzimmer ständen. Dies sei damals undenkbar gewesen.

Ein spezielles Anliegen verfolgt Jürgen Wolf, der für die Organisation der Berufs- und Studienorientierung zuständig ist, am 10. Juli. „Ich würde gerne Ehemalige ansprechen und fragen, ob Sie sich vorstellen können, in kleinen Veranstaltungen unseren Schülern ihre Berufe vorzustellen und Fragen zu beantworten.”

Da seit ihrer Schulzeit viele Ehemalige teils mehrfach umgezogen sind, liegen den FvB-Schulen längst nicht alle Adressen vor. So können auch dieses Mal nicht alle eine Einladung bekommen oder über StayFriends informiert werden. Deshalb bauen die Planer auf Mund-zu-Mund-Propaganda, damit möglichst viele Ehemalige über das Treffen informiert werden. 


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