Placeholder image

Gymnasium Bethel

Biotechnologie in Xátiva

Profil Internationale Kontakte

Eine Woche Biotechnologie und nette Begegnungen im sommerlichen Spanien

Beim Erasmus+ Projekt 2016/2017 fand vom 25. bis 31. März 2017 das dritte und damit letzte Treffen unseres Projektes in Xátiva statt. Xátiva ist mit 30000 Einwohnern ein kleines, beschauliches Örtchen nahe Valencia im spanischen Inland.

Xátiva

Nach den beiden bereits hinter uns liegenden Treffen im Oktober 2016 in Bielefeld und im Februar 2017 in St. Neots in England kam für uns nun in Spanien nicht nur wettermäßig die „heiße Phase“ unseres Projektes auf uns zu:  Die Zielsetzung für diese Woche war klar gesetzt. Alle von uns wollten am Ende der Woche die Projekte, an denen wir lange und intensiv gearbeitet hatten, bestmöglich präsentieren.

Land in Sicht

Los ging es für uns alle, etwas verschlafen, am Samstagmorgen am Bielefelder Bahnhof um 5.45 Uhr. Nach drei Kaffee und einer Stunde Zugfahrt sind wir dann pünktlich um 10:00 in unseren Flieger nach Valencia gestiegen und nach drei Stunden Flug und einer Zwischenlandung in Zürich heil, wenn auch gut durchgeschüttelt, in Spanien gelandet. Am Bahnhof in Valencia wurden wir von sommerlichem Sonnenschein und unseren spanischen Gastschülern, den anderen Projektteilnehmern und dem Schulleiter herzlichst willkommen geheißen. Es war schön, die Freunde aus verschiedensten Ländern wiederzusehen.

Kaum in unseren Gastfamilien angekommen, wurden wir direkt zu der uns zu Ehren gehaltenen Willkommensfeier gebracht. Bei sehr leckeren spanischen Tapas, Sandwiches und typisch spanischen Getränken verbrachten wir einen entspannten und ruhigen ersten Abend in Spanien.
Am nächsten Morgen wurden wir dann nach spanischer Manier sehr freundlich in der Schule empfangen. Nach einer Arbeitseinheit konnten wir uns mittags mit spanischen Spezialitäten stärken, bevor wir zum Besuch der Burg von Xátiva aufbrachen.
Montagmorgen wurden wir mit einem Bus zur Universität von Valencia gefahren, wo wir dann im Rahmen einiger sehr interessanter Experimente die Möglichkeit hatten, uns die DNA, über die wir schon viel in der Schule gelernt hatten und mit der sich all unsere Projekte befassten, sichtbar zu machen. Denn bei allen Informationen, die man weiß und kennt, ist es doch immer wieder faszinierend sich etwas, was man normalerweise nicht sehen kann, anschauen zu können.

Anschließend hörten wir einen Vortrag zu der Frage, ob genmodifizierte Nahrung sicher ist. Dieses Thema wurde anschließend kontrovers diskutiert und hinterließ Fragen, die jeder für sich selbst beantworten muss, um sich seine ganz eigene Meinung über genetisch veränderte Lebensmittel zu bilden.
Nach einer leckeren Stärkung hatten wir die Möglichkeit, uns zunächst mit einer geführten Tour und später dann auch in Kleingruppen die Stadt Valencia anzusehen.
Dienstag erwartete uns dann nach dem sehr aktiven Tag ein etwas ruhiger Tag, an dem wir - nach einem sehr interessanten Workshop zur Bioinformatik mit Schwerpunkt auf der Analyse von Basensequenzen in viralen Genen - vor allem große Fortschritte an unseren Präsentationen machten.

Am Tag darauf hatten wir die Möglichkeit, im Industriepark von Valencia einer großen spanischen Firma beim Sequenzieren von Bakterien über die Schulter zu gucken und uns die Firmengeschichte und die Entwicklungsgeschichte der Methoden erklären zu lassen. Anschließend besuchten wir die „City of Arts“, einen Verbund aus Museen zu verschiedenen wissenschaftlichen Themen. Hier besuchten wir unter anderem das „l´Oceanogràfic“, wo man von Delfinen über Pinguine und Seekühe bis hin zu Quallen und tropischen Fischen alles, was die Meereswelt zu bieten hat, sehen und beobachten konnte. Die Vielfalt hat uns alle sehr beeindruckt.

"Oceanogràfic" in Valencia

Von dort aus sind wir direkt ins Science Museum gegangen, wo uns verschiedene Besonderheiten unseres Körpers gezeigt und anschaulich erklärt wurden. Den Abschluss bildete im dritten und letzten Haus der Museenreihe ein Film, der mit mehreren Beamern in eine Halbkugel projiziert wurde. Dort ging es um die Grenzen unserer Wahrnehmung und die Welt des für uns Unsichtbaren. Ein wirklich gelungener Abschluss.

Am Donnerstag war für uns dann der große Tag der Präsentation gekommen, welche wir im Haus der Kultur in einem großen historischen Saal halten durften. Anschließend fand noch ein Gespräch mit einem geladenen Biologen statt, mit dem wir unser erlangtes Wissen diskutieren konnten. Hierbei zeigte sich deutlich, dass die Meinungen zu genmanipulierten Organismen weit auseinandergehen können.

Von Links: Norman Butte, Jakob Lindemann, Nina Navaratnarajah, Mona Pauly und Felix Kornfeld vor dem Science Museum in Valencia

Zum krönenden Abschluss der Woche wurden wir dann noch zum Paellaessen eingeladen. Diese wurde uns in einer Pfanne von der Größe eines Traktorreifens serviert und machte uns alle mehr als nur satt. Beendet wurde der Nachmittag dann mit einem internationalen Fußballturnier, dessen Ergebnis wir aus taktischen Gründen geheim halten :-).

Am Abend wurde dann noch eine „zünftige“ Abschiedsfeier organisiert. Es war schön, den letzten Abend gemeinsam mit allen zu verbringen. Nach einem teilweise sehr emotionalen Abschied von unseren Freunden traten wir alle mit einem Kloß im Hals den Heimweg an.
Bis auf kleinere, bahntypische Probleme auf der Heimreise kamen wir alle am Freitagabend heil und sehr müde in Bielefeld an. Uns allen wird diese Zeit in Spanien noch lange als eine wunderschöne Reise und ein tolles und verbindendes Ereignis in Erinnerung bleiben.

Lecker: Paella

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Organisatoren, Lehrerinnen und Lehrern und ganz besonders bei Erasmus+, die uns diese unglaubliche Zeit ermöglicht haben. Ein besonderer Dank gilt auch unseren Gastfamilien, die sich mit einer unglaublichen Mühe und sehr viel Liebe um uns gekümmert haben und uns für eine Woche einen Einblick in ihr Leben und ihre Kultur ermöglicht haben.

Jakob Lindemann, Q1