Bläser lassen Aula beben

Big-Band-Meeting im Gymnasium Bethel

VON MIRIAM SCHARLIBBE (NW 18.3.2011)

Gadderbaum. Die Trompete fest im Griff, steht Christian zwi­schen den anderen Musikern und spielt sein Solo. Das Publi­kum ist begeistert. An einem Abend bekamen die Gäste im Friedrich-von-Bodelschwingh-Gymnasium gleich die dreifache Menge klassischen und moder­nen Jazz zu hören: Insgesamt 110 Schüler präsentierten ihr Können beim Big-Band-Mee­ting der Gütersloher Anne-Frank-Gesamtschule, des Evangelisch Stiftfischen Gymnasiums Gütersloh und des Gymnasiums Bethel.

„Ich spiele schon seit zwölf Jahren Trompete, aber seit drei Jahren mache ich eigentlich nichts anderes”, sagt Christian Altehülshorst. Der 19-Jährige sagt von sich selbst bescheiden, er könne nichts anderes als Mu­sik. Seine Lehrer und Mitschüler kennen sein außergewöhnliches Talent schon lange. Beim gro­ßen Big-Band-Meeting in der Aula seiner Schule, dem Fried­rich-von-Bodelschwingh-Gym­nasium, zeigte er das auch einem großen Publikum.

Nachdem die beiden Güterslo­her Big-Bands mit klassischen Nummern, wie „Fly Me to the Moon” und schnellen Rhyth­men wie bei „Mas que nada” überzeugt hatten, brachten die Bielefelder Schüler das Publi­kum zum Mitswingen. Chris­tian Altehülshorsts selbstkompo­niertes Stück „Song for B.” war das erste von insgesamt acht Ti­teln der Band.

Als besondere Lernleistung hatte der Abiturient das Lied ge­schrieben. Eigentlich sollte er es auch dirigieren, da seine Noten aber für jeden anderen Trompeter der Band zu schwer waren, spielte der Jungmusiker sein Stück selbst. Anschließend wurde musiziert, gesungen und sogar gerappt. Die Bielefelder zeigten von „Blootshot” über „Nothing Compares 2 U” bis hin zu „Gold Day in Hell”, wie unterhaltsam und modern Big-Band-Musik sein kann.

„Wir spielen sehr gerne zu­sammen und unterstützen uns gegenseitig, darum funktioniert es so gut”, sagt die 18-jährige Luise Volkmann.

Neben Spaß und guten Noten fördert die Band auch Berufswünsche. Christian Altehüls­horst will auf jeden Fall Berufs­musiker werden. Nach dem Abi­tur geht der 19-Jährige für drei Monate als Dirigent nach Uganda.

 

 

 

 

 

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