Lateinfahrt 2011

Arrivederci Italien - Schüler auf großer Lateinfahrt

Vom 16.-23. September waren fast 100 Schülerinnen und Schüler in Süditalien unterwegs auf den Spuren der alten Römer.

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Der sog. „Doppeljahrgang“ geht auch an der Lateinfahrt nicht spurlos vorüber:

Mit insgesamt 97 Schülerinnen und Schülern sowie 6 Lehrkräften ging die Fahrt in diesem Jahr über die Bühne. Eine weitere Neuerung war der Zeitpunkt. Zum ersten Mal fand die Fahrt in der Wanderwoche statt vom 16. – 23. September 2011.

Pünktlich um 16 Uhr machten sich 3 Busse auf die weite Reise nach Süditalien.

Nach einem Fahrerwechsel in Würzburg trennten sich die Busse. Der „Jungen-Bus“ hatte am Ende einen Vorsprung von 1,5 Stunden. Da alle Mädchen aber bei jeder Pause den Toilettengang - zum Leidwesen ihres Lehrers - nutzen wollten, ließ die Ankunft etwas auf sich warten.

Nach 23 Stunden bzw. fast 25 Stunden Schlaflosigkeit kamen wir dann endlich alle müde in unserem Hotel „Klein Wien“ an.  Nach einer ersten Erkundung der näheren Umgebung konnten wir es aber nicht mehr abwarten und gingen bei etwa 33° Luft und 25° Wasser im direkt gegenüberliegenden Meer baden. Am Abend gab es dann eine richtige Stärkung: ein typisch italienisches 3-Gänge Menu.

Von strahlendem Sonnenschein geweckt stiegen wir am nächsten Morgen aus den Federn. Nach einem ordentlichen Frühstück startete mit der jeweiligen Gruppe das Programm. Wir fuhren am ersten Tag zunächst  mit dem Bus vorbei an dreckigen Häuserfassaden Neapels, wo selbst bei Regen die Wäsche draußen getrocknet wird,  über die autostrada nach Herculaneum, eine der zwei bedeutenden Städte, die vom Vesuv verschüttet wurde. Hier bekam man bei wunderschönem Wetter einen guten Eindruck über die Faszination der versunkenen Stadt. Am Nachmittag besuchten wir Sorrent . Auch am Sonntag herrscht hier reges Treiben und alle Geschäftsleute sind auf die Massenströme von Touristen bzw. Einheimischen vorbereitet.  Erst mal ein leckeres Gelato oder einen Cappuccino! Mit der Circumvesuviana ging es dann am späten Nachmittag wieder zum Hotel. Nach dem Abendessen genossen wir noch den Sonnenuntergang am Meer

Am nächsten Tag sollte es den Vesuv hoch gehen. Doch leider wurden wir an diesem Morgen durch Gewitter und Starkregen geweckt. Was tun? Unsere Gruppe tauschte kurzerhand den Tagesablauf und so ging es zunächst nach Pompeji, der versunkenen Stadt. Da am Vortage eine Schülerin in einen Seeigel getreten war, verzögerte sich die Besichtigung etwas, aber dank „unserer Italienerin“ wurde alles gut versorgt. Die Ausgrabungen waren sehr beeindruckend: Amphitheater, Großes Theater, Imbissbuden, Gipsabdrücke usw. 

Nach einer kurzen Mittagspause auf der Touristenmeile in Pompeji ging es dann über zig Serpentinen – dem Busfahrer Olaf sei dank – auf den Vesuv.  Oben angekommen hatte man bei nun wieder sonnigem, aber sehr windigem Wetter (die Mädchen in ihren Hotpants mussten ganz schön bibbern) eine tolle Sicht auf die Bucht von Neapel und konnte sich wohl vorstellen, was ein erneuter Ausbruch für katastrophale Folgen hätte.

Am nächsten Tag waren wir wieder von der Sonne verwöhnt.  Nach dem Frühstück ging es zunächst zur Villa Oplontis. Hier konnten wir sehr gut  rekonstruierte Überreste einer antiken Villa entdecken. Lohnenswert. Anschließend ging es auf die phlegräischen Felder von Solfatara, wo einige Schülerinnen nur mit eigenem Deo den starken Schwefelgeruch ertragen konnten. Abschließend besuchten wir noch die Grotte der Sibylle, wo sie in der Antike doppeldeutige Weissagen gab.

Am Abend hieß es leider schon wieder Koffer packen. Ein nächtlicher Zwischenfall ließ uns aber leider wieder hochschrecken.

Am nächsten Morgen sollte es früh (8 Uhr) nach Rom, den „Nabel der Welt“ gehen. Zunächst bezogen wir unser neues Quartier – eine neu gestaltete Wohnwagenanlage vor den Toren Roms. War wirklich o.k. Durch den Zwischenfall am Vorabend verzögerte sich leider alles ein wenig. Nach einem kurzen Snack ging es dann aber los mit den öffentlichen Verkehrmitteln rein in die City. Zunächst steuerten wir das Colosseum an. Beeindruckend mal davor oder darin zu stehen, wo früher Gladiatoren oder wilde Tiere, von der Menge angestachelt, umgebracht wurden. Anschließend gingen wir ins Forum Romanum, dem zentralen Platz, wo sich alles öffentliche Leben im antiken Rom abspielte. Wegen der bereits fortgeschrittenen Zeit verzichteten wir auf den Circus Maximus und steuerten noch das Pantheon an – die erste Rundkuppelkirche.  Anschließend endlich Freizeit und was richtiges essen! Am Abend trafen wir uns an der Spanischen Treppe wieder, um  zurück ins Camp zu fahren.

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück und Auschecken in den Vatikan. Nach einem informativen Vortrag auf dem Petersplatz konnten wir zum ersten Mal ohne langes Anstehen in den Petersdom gehen. Vielleicht lag es daran, dass der Papst zeitgleich gerade auf Deutschlandbesuch war. Anschließend gingen wir noch zur Engelsburg und stiegen mit einer kleineren Gruppe bis auf die Aussichtsplattform. Lohnenswert! Rom ist wirklich sehenswert. Bis zum Nachmittag hatten wir dann Gelegenheit noch z.B. zum Trevibrunnen zu gehen oder sich ein Mitbringsel aus Rom zu kaufen, bevor es am Abend hieß: „arrivederci. Dank der guten Busfahrer kamen wir dann am nächsten Tag pünktlich gegen 13 Uhr wieder in Bielefeld an. Wochenende! Ausschlafen! (Bct)

 

 

 

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