Europaklasse 2010

Die neue Europaklasse mit ihrer Klassenlehrerin Lieselotte Müller-Antholz

Einen Tag nach Rosenmontag fand sich erstmals die diesjährige Europaklasse im Gebäude der Sekundarstufe II zusammen und wurde von ihrer Klassenlehrerin Lieselotte Müller-Antholz und Schulleiter Hans-Wilhelm Lümkemann begrüßt. Wie in jedem Jahr kommen für vier Wochen Schülerinnen und Schüler aus mehreren ost- und westeuropäischen Ländern im Alter von ca. 16-18 Jahren zusammen, um gemeinsam zu lernen und Bielefeld sowie Deutschland kennenzulernen. Die Klassenmitglieder werden vor allem in Deutsch unterrichtet, aber auch in anderen Disziplinen, wo fächerübergreifend natur- oder sozialwissenschaftlichen Phänomenen nachgegangen wird. Daneben sollen die ausländischen Gäste auch Bielefeld und insbesondere Bethel erkunden und gemeinsam für zwei Tage Berlin besuchen.

Die Mitglieder der achtzehnköpfigen Europaklasse, die freundlicherweise immer wieder von den Familien unserer Schülerinnen und Schüler beherbergt werden, kommen in diesem Jahr aus sieben Ländern, nämlich aus England, Frankreich, Italien, Polen, Tschechien, Ungarn und Russland.

(A. Schmidt-Rolfes)


>>> Presseberichte Europaklasse 2007: Westfalen-Blatt / Neue Westfälische

>>> www.der-bielefelder.de/stadtprofil.html


INFORMATION Europaklasse:

Die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schulen sind seit 1992 Mitglied im europäischen Schulverband HORIZON. Ihr umfangreichstes HORIZON-Projekt ist die alljährlich stattfindende sog. „Europaklasse“. Jedes Jahr kommen ca. 20 junge Leute (Alter: 15 bis 18 Jahre) aus verschiedenen Ländern Ost-, West- und Mitteleuropas für einige Wochen an unsere Schulen, um zusammen zu lernen.

Um die Gäste nicht allzu lange aus dem Unterricht ihrer Heimatschulen zu nehmen und auch um die sie unterrichtenden KollegInnen unserer Schulen sowie die Gastfamilien zu entlasten, wurde die Dauer der Europaklasse im Schuljahr 2005/2006 von fünf auf vier Wochen reduziert.

Während ihres Aufenthaltes in Bielefeld wohnen die jungen europäischen Gäste bei Familien unserer Schülerinnen und Schüler. Angesprochen als Gastgeber sind in der Regel die Jahrgänge 10 bis 12 unserer Schulen, evtl. auch der Jahrgang 9. Mindestalter des Gastgebers sollte 15 Jahre sein.

Die ausländischen SchülerInnen müssen über sehr gute deutsche Sprachkenntnisse verfügen, wenn sie an der Europaklasse teilnehmen wollen. Sie bilden einen eigenen Klassenverband, die Europaklasse, mit einem individuellen Stundenplan. Sie haben jeden Tag von 8.00 Uhr bis 13.10 Uhr Unterricht (auf Deutsch!), z.B. in den Fächern Deutsch (Schwerpunktfach), Eurokunde und fächerverbindend in Erdkunde, Biologie und Physik. Daneben stehen z.B. eine Bethel-Information, eine Betriebsbesichtigung, ein Empfang im Rathaus und zwei Exkursionen auf dem Programm.

Auf einer Fete am letzten Abend verabschieden sich die Europaklässler von ihren Lehrern und Gastgebern.

Die für Fahrten und andere Ausgaben anfallenden Kosten werden in erster Linie durch die von den Gästen zu zahlende Teilnahmegebühr abgedeckt.

Alljährliche begeisterte Rückmeldungen sowohl seitens unserer jungen ausländischen Gäste als auch seitens ihrer deutschen Gastgeber sind Ansporn genug, dieses Projekt engagiert weiterzuverfolgen und in der Schulöffentlichkeit verstärkt dafür zu werben. Die SchülerInnen unserer Schulen, die einmal Gastgeber von Europaklässlern waren, berichten von vielen neuen Kontakten und Freundschaften, nicht nur zu ihren eigenen ausländischen Gästen, sondern auch zu etlichen anderen jungen Leuten der Europaklasse. Der Wert solcher Kontakte kann heute in einer globalisierten Welt gar nicht hoch genug geschätzt werden! Die deutschen Gastgeber erfahren viel über die Heimatländer der Europaklässler, über deren Sitten, Gebräuche, Sprache sowie über andere europäische Schulsysteme. Dadurch entstehen neue Perspektiven, auch auf das eigene Land und dessen Schulsystem. Es entwickelt sich ein Bewusstsein für europäische Vielfalt, aber auch für europäische Gemeinsamkeiten. Viele unserer SchülerInnen nutzen die neuen Kontakte, um ihrerseits Europaklässler in ihren Heimatländern zu besuchen.



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