Presseschau 

Schüleraustausch FvB-Schulen Bethel - Institution Saint-Joseph Le Havre

1983/84 1986/87 1989/90 1993/94 2002/03

1983/84    LE HAVRE - PRESSE

Treize élèves d’un collège de Bielefeld (RFA)
reçus à l’institution Saint-Joseph

Vendredi, en fin d'après-midi, une réunion amicale était organisée dans la salle de réception de l'institution Saint-Joseph, en l'honneur de 13 adolescents et adolescentes allemands, qui viennent d'arriver dans notre ville. Ce séjour, qui durera une décade, s'inscrit dans le cadre d'un échange culturel, qui se déroule pour la première fois entre l'école privée "Sarepta Schule" de Bielefeld et l'Institution Saint-Joseph.

Partis en Allemagne pour un séjour de même durée en mars dernier, les élèves havrais accueillent donc à leur tour, leurs condisciples d'Outre-Rhin.

Avant que l'assistance ne soit conviée à participer à un vin d'honneur, M. Weege, professeur de Français au Collège de Bielefeld et accompagnateur du groupe, tint à remercier pour leur accueil les familles des élèves M. Demeillers, directeur de l'Institution Saint-Joseph et bien sûr Mme Marie, professeur d'Allemand, qui est avec son collègue de Bielefeld, à la base de cet échange.

Signalons enfin qu'au cours de leur séjour, les élèves allemands visiteront notamment l'Espace Oscar-Niemeyer, le musée André-Malraux, les installations portuaires et effectueront une excursion à Etretat.


1986/87    Ring

Kollegschüler besuchten französische Partnerschule

Julia war gewiß nicht zum letzten Mal in Le Havre. Die Freundschaften, die sie schloß, sind augenscheinlich nicht oberflächlicher Natur. Diesen Eindruck konnte zumindest ein Beobachter gewinnen, der dem Abschied zuschaute. Die Rede ist von einem deutsch-französischen Schüleraustausch zwischen einer katholischen Privatschule in Le Havre und Schülern der 11. Jahrgangsstufe der Kollegschule Bethel. Zum vierten Mal fand dieser 14tägige Austausch, der von Bernhard Weege ins Leben gerufen wurde, organisiert und geleitet wird, in der Vorosterzeit statt, und die Verantwortlichen auf beiden Seiten meinen übereinstimmend, daß er sich lohnt. Warum?

Da ist zunächst natürlich der Zuwachs an sprachlicher Kompetenz zu erwähnen, gilt es doch, sich in den Gastfamilien und vor allem mit den Partnern auf französisch zu verständigen. Die deutschen Schüler lernen seit fünf bzw. drei Jahren französisch, und sie schlagen sich so bravourös durch, daß die Franzosen nicht mit Bewunderung und Lob geizen. Dies wirkt natürlich als Motivationsschub, zu Hause in den Grund- bzw. Leistungskursen engagiert und kenntnisreicher weiterzuarbeiten.

Wichtiger fast ist das Kennenlernen einer anderen, einer französischen Familie und einer anderen Schule. Beides ermöglicht es, die eigene familiäre und schulische Realität aus der Distanz und im Vergleich neu zu sehen und zu durchdenken.

In diesem Zusammenhang sei eine Unterrichtsveranstaltung der gastgebenden Schule erwähnt. Jeweils zwei deutschen Schülern wurde die Aufgabe zugewiesen, mittels einer Befragung die für eine französische Schule typischen Aufgabenbereiche kennenzulernen und später im Plenum vorzustellen. So wurde z. B. nicht nur der Direktor, sondern auch der für pädagogische Fragen und die Disziplin Verantwortliche, die Krankenschwester, der Internatsleiter, die Leiterin des C. D. I. (eines Zentrums für Dokumentation und Information, das es an allen französischen Schulen gibt) vorgestellt. Allen Schülern wurde deutlich, daß es große formale schulische Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich gibt. Die Unterrichtsbesuche in den Klassen der jeweiligen Partner machte zudem deutlich, daß auch die Methodik in einzelnen Fächern sehr unterschiedlich ist. Daß „unsere deutsche Schule" stärker schülerorientiert und weniger auf reproduzierbares Wissen hin ausgerichtet sei, wurde nach solchen Besuchen oft geäußert. Daß Vergleiche meist zugunsten des deutschen Schulsystems ausfielen, mag auch an dem sehr anstrengenden Ganztagsunterricht liegen und an der Fülle der Hausaufgaben, die nach der Rückkehr von der Schule bis in den späten Abend erledigt werden müssen.

Als weitere große Bereicherung muß das Kennenlernen eines Teils der Normandie und die damit verbundene Konfrontation mit der schmerzvollen deutsch-französischen Vergangenheit gewertet werden. Die Geschichte der gegen Ende des 2. Weltkriegs (von den Amerikanern) total zerbombten Stadt Le Havre, die einst städtebaulich interessant und reich war, und ihr planmäßiger Wiederaufbau nach 1945 in Stahlbetonbauweise wurde den Teilnehmern in Vorträgen und auf Rundgängen vermittelt.

Eine Tagesfahrt an die Küste bei Arromanches-les-Bains, wo die Alliierten am 6. Juni 1944 landeten und wo noch heute Teile des künstlich angelegten Hafens und Reste des Atlantikwalles zu sehen sind, wurde verbunden mit dem Besuch zweier Militärfriedhöfe (dem deutschen La Cambe, wo über 21000 deutsche Kriegsgefallene beigesetzt sind, und dem amerikanischen Saint-Laurent-sur-Mer). Die endlosen Gräberreihen, eingebettet, in eine grandiose Landschaft - der amerikanische Friedhof liegt unmittelbar oberhalb des Dünenstrandes - machten alle Teilnehmer tief betroffen. Geburts- und Todesjahr auf den schmucklosen Grabplatten oder Marmorkreuzen zeigten immer wieder, daß die gefallenen Soldaten kaum älter waren als die deutschen und französischen Schüler, die gemeinsam ihre Gräber besuchten.

Sigrid Mußler


1989/90    WB (rd)

Schüleraustausch zwischen Le Havre und Bethel
wurde vor sechs Jahren ins Leben gerufen

Deutsch-französische Freundschaftsbande

Von den Deutschen hat sich der 15jährige Jean-Thomas aus dem französischen Le Havre schon ein genaues Bild gemacht: »Jeden Tag essen sie Schokolade, Marmelade, Käse und Wurst, am Wochenende auch Eier und Brötchen«, ist ihm aufgefallen. Nicht die Eßgewohnheiten ihrer Gastgeber, sondern ein Besuch in Bethel hat seine Schulkameradin Emanuelle (16) tief beeindruckt: »Bethel, das ist für mich ein Symbol für die Wärme der Menschen hier. Bei uns in Frankreich schiebt man die Behinderten in Heime ab, während man in Bethel bemüht ist, sie in die Gesellschaft zu integrieren«, sagt sie nachdenklich. Jean-Thomas und Emanuelle gehören zu der Gruppe 32 Schülerinnen und Schülern der Institution Saint-Joseph, die im Rahmen eines Austausches mit der Kollegschule Bethel derzeit in Bielefeld weilen.

Seit sechs Jahren besteht die Verbindung zwischen Saint-Joseph und den Friedrich-von-Bodelschwingh-Schulen, ein Kontakt, der inzwischen Eigendynamik gewonnen hat. »Unser Ziel war zunächst, Schülern, die in der Oberstufe Französisch als Schwerpunktfach gewählt haben, die Möglichkeit zu bieten, ihre Sprachkenntnisse in authentischen Gesprächssituationen anzuwenden und zu verfeinern«, erläutert Französischlehrer Bernhard Weege, der den Austausch mitbetreut.

Aus der reinen Verbesserung fremdsprachlicher Kompetenz hat sich jedoch im Verlauf der Jahre ein enger privater Kontakt der Austauschpartner entwickelt. Freundschaften wurden geschlossen, die auch über die Zeit des Besuches aufrechterhalten werden. Längere Aufenthalte an der Gastschule sind ein zweiter Nebeneffekt: So bleibt die 20jährige Christine Houx ein ganzes Jahr in Bethel. Nach zwei Wochen bei ihren ostwestfälischen Gastgebern steht für Noelle (14) eines fest: »Die deutschen Schüler haben's besser als wir. Die können abends noch eine Menge unternehmen, während wir meistens fernsehen«. Ein wenig Sorge hat sie schon, daß sie Ende Mai beim Gegenbesuch ihrer deutschen Freundin nicht genug Interessantes bieten kann. Karin (15) hat da keine Bedenken: »Langweilig wird es bestimmt nicht - schließlich gibt es bei Euch doch einen tollen Strand! «


1993/94    10-järiges Jubiläum

NW:

Zehn Jahre Schüleraustausch

Das zehnjährige Bestehen ihres gegenseitigen Schüleraustausches feiern in diesem Jahr die Friedrich-von-Bodelschwingh Schulen und das französische Gymnasium Saint Joseph in Le Havre. Aus diesem Anlaß wurden gestern 48 junge Franzosen mit ihrer Lehrerin Brigitte Marie im Forum der Betheler Kollegschule begrüßt (Foto), die sich noch bis zum 2. Juli in Bielefeld aufhalten werden. Die hiesigen Pennäler haben ihren Jubiläumsbesuch in Le Havre bereits vor einem Monat abgestattet. Auf dem Programm stehen neben unterrichtlichen Projekten ein Sportfest, die Erkundung Bethels, ein Besuch des Schulbauernhofs Ummeln, Ausflüge nach Münster und Vahrenholz sowie eine Jubiläumsfete. Aus den bisherigen Austauschbesuchen haben sich manch langandauernde Kontakte ergeben: Zwei Schülerinnen des St.Joseph-Gymnasiums blieben ein Jahr auf der Kollegschule, andere kehren als Fremdsprachenassistenten nach Bielefeld zurück, deutsche Schülerinnen gehen als Au-pair Mädchen nach Le Havre. Foto: Stöss

WB:

Saint Joseph - Kollegschule Bethel:

Zehn Jahre Austausch

Offizielle Begrüßung im Forum der Kollegschule Bethel (Bild): die 48 französischen Schülerinnen und Schüler aus Le Havre, die am Wochenende in Bielefeld angekommen sind, erleben gleichzeitig das zehnjährige Bestehen des Austausches. Auf Wunsch der Schüler und aufgrund privater Kontakte zwischen deutschen und französischen Lehrern entstand 1983 das freundschaftliche Band zwischen dem privaten Gymnasium Saint Joseph und den Friedrich-von-Bodelschwingh-Schulen. Mittlerweile sind die Schüler des 8. und 11. Jahrgangs regelmäßig auf Besuchstour, wobei das Leben in den Gastfamilien und in der Gastschule die Schwerpunkte bilden.

Die französischen Gäste sind bis zum 2. Juli am Teutoburger Wald, werden die nähere Umgebung (Bodelschwingh'sche Anstalten) und auch das weitere Umfeld (Münster, Arolsen) erkunden und natürlich an der Jubiläumsfete zum zehnjährigen teilnehmen. Die Fäden für das Programm halten die Lehrer Brigitte Marie, Manfred Neuhaus und Bernhard Weege in Händen.

Aus dem regelmäßigen Austausch sind im übrigen weitere Kontakte erwachsen. So haben zwei französische Schülerinnen über ein Jahr die Kollegschule besucht, andere kamen als Fremdsprachenassistenten zurück und deutsche Schülerinnen waren schon als Au Pair Mädchen in Le Havre.  Foto: Büscher

LE HAVRE-PRESSE

Saint-Joseph  -  Kollegschule (Bielefeld – Allemagne)

Dix ans d’échanges fructueux

Depuis maintenant dix ans, à l'initiative de deux anciens élèves de l'institution Saint-Joseph, l'établissement scolaire havrais entretient des relations privilégiées avec le Kollegschule de Bielefeld, une ville de Rhénanie-Westphalie.

De fructueux échanges ont eu lieu depuis 1983. Un premier groupe de lycéens de seconde s'était alors rendu outre-Rhin avant de recevoir leurs correspondants allemands. II y a quatre ans, l'opération s'est encore développée avec l'élargissement des échanges aux élèves de 4e ayant choisi l'Allemand en première langue. Par ailleurs, des lycéens ont déjà effectué des séjours plus longs, d'un an pour certains.

Au moment de célébrer le dixième anniversaire de cet échange, les professeurs d'Allemand de Saint-Joseph : Mmes Laviec, Langlois, Marie et Mullie ont élaboré un projet de classe européenne. Deux élèves doivent prochainement partir pour trois mois en Rhénanie. Pour l'heure, l'institution Saint-Joseph, les professeurs et les élèves accueillent leurs correspondants jusqu'à la fin de la semaine (notre photo). Au programme des visites dans la vallée de la Risle, un rallye pédestre au Havre, une journée à Fécamp puis à Giverny, Rouen et Montivilliers et bien sûr des cours d'Allemand et de Français.

Le dixième anniversaire de cet échange sera célébré jeudi, lors d'une soirée café-concert. Le groupe d'Allemand partira pour Bielefeld dans la soirée de vendredi.


2002/03 - 20-jähriges Jubiläum 

NW:

Europas Fahne hoch halten: Bernard Demeillers (links) und Hans
Lümkemann würdigten 20 Jahre Schüleraustausch.    FOTO: Frücht

 

Schüleraustausch war

ein „Wunschkind"

20 Jahre SchulpartnerschaftBethel -Le Havre

 

• Bielefeld-Bethel (heck). Das „Wunschkind einer Freundschaftsbeziehung" - so bezeichnete Schulleiter Hans Lümkemann den feierlichen Anlass - hat runden Geburtstag. Seit 20 Jahren schon läuft bereits der jährliche Schüleraustausch zwischen dem Öffentlich-Stiftischen Gymnasium Bethel und dem Gymnasium Saint-Joseph im französischen Le Havre.

Auf einer kleinen Feier im Forum der Sekundarstufe II des Gymnasiums Bethel erinnerten gestern Lümkemann und sein Amtskollege aus Le Havre, Bernard Demeillers, an die Anfänge des Projekts. Das private Engagement zweier Lehrer hatte 1982 die Verbindung zwischen den Lehranstalten in Gang gebracht.

Mittlerweile ist der Austausch zum Selbstläufer geworden und das Interesse auf beiden Seiten der Grenze ungebrochen groß. Zwischen 500 und 600 Schüler der 9. bis 11. Jahrgangsstufen haben im Lauf der Jahre an den Fahrten ins Nachbarland teilgenommen.

„Wir machen uns keine Sorgen um die Zukunft unserer Beziehungen", bekräftigte Demeillers. Ab kommendem Schuljahr wollen die Franzosen sogar eine fünfte Klasse mit zwei Fremdsprachen einführen, in der auch Deutsch unterrichtet wird.

NW – Bielefeld 08.10.2002

02/03 Le Havre

Vingtième anniversaire du jumelage Saint-Joseph-Bethel

 - Jeunes Havrais et Allemands réunis à l’hôtel de ville -

De solides liens franco-allemands

Mercredi, l'Institution Saint-                   jeunes Français. Ces derniers
Joseph a fêté à l'hôtel de ville,               étaient accompagnés des profes-
les vingt ans du jumelage avec               seurs d'allemands Mme Marie,
l'établissement scolaire alle-                    Langlois, Mullie et Laviec et
mand Bethel. Dans le cadre de               d'Emmanuelle Clément, respon-
l'échange scolaire effectué entre            sable des relations internatio-
Le Havre et Bielefeld, 34 élèves               nales. Divers travaux sont
de Saint-Jo ont reçu ces derniers            conduits par les élèves à la fin
jours leurs correspondants alle-               de chaque échange : conception
mands, âgés d'une quinzaine                  d'un carnet de bord, expositions
d'années. Ils avaient déjà fait                 photos. Un CD-ROM a été spé-
connaissance en Allemagne en                cialement réalisé cette année.
octobre. Les deux établisse-                   Jacqueline Elalouf, adjointe
ments, dirigés par MM. De-                    chargée de l'Enseignement, n'a
meilliers et Lümkemann, ont                    pas manqué, au nom de la Ville,
profité pour souligner ces vingt               de faire un accueil chaleureux à
années de jumelage. Autour des              ces jeunes Allemands. Les
deux directeurs présents, se sont            jeunes ont rejoint avec enthou-
réunis les 35 correspondants al-            siasme le pot offert par la ville
lemands encadrés de leurs pro-               et ont partagé une bonne soirée
fesseurs de français Mme Bosse             avec leurs correspondants, avant
et M. Beckstett ainsi que nos                leur départ vendredi.

 

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