Lehrerpult ade: Gerd Rodenbrock-Wesselmann, Heinz Walter, Hartmut Krause, Albrecht Glück und Detlef Kemena (v.l.) traten gestern ihren Ruhestand an. FOTO: KATRIN NIEHAUS

Letzter Schultag für einen Ex-Arminen

In Bethel wurden jetzt fünf Lehrer verabschiedet / „Auch ein bisschen Wehmut im Spiel“

VON KATRIN NEUHAUS

Gadderbaum. Im Team fällt der Abschied leichter: Ex-Armine Detlef Kemena hatte jetzt seinen letzten Schultag in der Realschule Bethel. Gemeinsam mit vier Kollegen der Betheler Schulen wurde er feierlich verabschiedet. „Nach 32 Jahren ist auch ein bisschen Wehmut im Spiel“, sagte der 63-jährige Lehrer.

Nach dem Ende seiner Fußballer-Karriere Anfang der 70er Jahre hatte Detlef Kemena den Rasen gegen die Schule getauscht.

Sein Referendariat machte er in Lemgo und wechselte dann nach Gadderbaum, wo er bis jetzt als Sport- und Englischlehrer im Einsatz war. Er gewann mit den Sportgruppen der Betheler Schulen mehrere Preise und Titel im Schwimmen und im Fußball auf Landesebene. „Es war eine sehr schöne Zeit. Der Zusammenhalt im Kollegium hat mir besonders gut gefallen“, erzählte Detlef Kemena, der sich jetzt verstärkt dem Sport und dem Reisen widmen will. Den Fußball hat er übrigens inzwischen gegen den Tennisball getauscht.

Mit dem Lied „Schöne neue Welt“, das die Klasse 5c beisteuerte, wurde auch Albrecht Glück (63) verabschiedet. Er unterrichtete seit 1978 Deutsch und Sport und war 21 Jahre stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums. Als Mitglied des Schulleitungsteams prägte er die Entwicklung des gesamten Schulverbundes mit.

Abschied nahm auch Hartmut Krause. Der 65-Jährige war seit 1974 als Lehrer an den Betheler Schulen tätig. Seinen Schwerpunkt hatte er in der Fachschule für Sozialpädagogik und der Fachschule für Heilpädagogik. Außerdem war er Beratungslehrer und Bildungsgangleiter der Fachschule für Heilpädagogik.

Nach mehr als 30 Jahren verließ zudem Gerd Rodenbrock-Wesselmann (65) den Betheler Schulverbund, für den er als Chemie- und Biologielehrer gearbeitet hatte. Als Mitbegründer des Projektes Schulbauernhof Ummeln war er dort für die Bereiche Biologie und Landwirtschaft verantwortlich.

Der Letzte im Bunde, der seinen letzten Schultag hatte, war Heinz Walter. 29 Jahre lang hatte er am Gymnasium Deutsch und Geschichte unterrichtet. Der 63-Jährige war seit nahezu zwei Jahrzehnten für die Koordination des Differenzierungsbereiches in der Sekundarstufe I verantwortlich.

© 2010 NEUE WESTFÄLISCHE, Dienstag 13. Juli 2010

 

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