Bericht zur Klimawoche Bielefeld
Am Montag, 30.11.09 startete die erste Klimawoche Bielefeld, initiiert
und organisiert von der erst seit diesem Schuljahr bestehenden Klima-AG des
Bodelschwingh-Gymnasiums. Den Auftakt bildete eine mit stadtbekannten
Personen aus verschiedensten Bereichen besetzte Podiumsdiskussion,
gefolgt von einem so erhellend wie bedrückendem Film mit dem Titel
"The Age of Stupid". Der Titel ist wörtlich zu nehmen und
meint uns alle. Der Film zeigt, was die Menschheit erwartet, wenn wir tun,
worin wir offenbar ungeschlagen sind: Augen zu und weitermachen. Jeden
Abend dieser Woche wird uns ein bemerkenswertes Programm geboten. Es ist zum
Staunen, was eine 15-köpfige Schülergruppe samt Lehrer auf die Beine
gestellt hat.
Ermöglicht wurde die hochkarätige Veranstaltung durch die tatkräftige
finanzielle Unterstützung der Stadtwerke Bielefeld. Weiterhin fanden sich
eine Reihe von Umweltorganisationen als Partner. Sie flankieren die Vorträge,
Diskussionen und Filmvorführungen mit ihren Ständen und Flyern.
Eine Woche lang wird jeden Abend ein Film zu den Themen Klimafolgen,
Klimapolitik, technische Innovationen im Umweltbereich, und vieles mehr gezeigt. Darunter
sind der weltweit beachtete Film des früheren US-Präsidentschaftskandidaten
Al Gore, "Eine unbequeme Wahrheit", sowie der Film "The
Eleventh Hour". Der Titel wäre besser übersetzt mit: Es ist 1
Minute vor 12.
Am Dienstagabend lief "Who killed the electric car?",
eine Dokumentation über das kritikwürdige Gebaren eines US-amerikanischen
Autokonzerns, der im Jahr 2003 für Millionenaufwand seine eigenen
funktionstüchtigen E-Autos vernichtet hat, für die nicht nur eine Käuferschaft
vorhanden war sondern sogar eine lange Warteliste bestand. Man wollte nicht
riskieren, dass die Menschen merken, wie nah man daran ist, von Öl
unabhängig zu werden. Profitstreben und Verquickung zwischen multinationalen
Konzernen und Regierungen führt zu einer Politik, die es schwer machen
wird, dass die in wenigen Tagen stattfinden Klimakonferenz der Vereinten
Nationen in Kopenhagen zum Durchbruch in der weltweiten Klimapolitik führen könnte.
Aber noch besteht Hoffnung. Veranstaltungen wie diese oder wie die von 250.000
Besuchern wahrgenommene Klimawoche in Hamburg im September 2009, die für
die Klima-AG Pate stand, sind der Hoffnungsschimmer, den auch
wir Bielefelder mit unseren Unterschriften und dem Besuch der Klimawoche
Bielefeld stärken müssen. Informationen zu Ort und Programm finden Sie
auf der professionell und ebenfalls von Schülern gestalteten Homepage:
(Dorothea Böhm)
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